Donnerstag, 7. Juli 2016

Beliebtsein ... ist sooo einfach!


Ich will euch heute etwas über das Beliebtsein erzählen.
Letztens beim Einkaufen. Ja, ich mache die Einkäufe für meine Küche noch selbst, den als gelernter Koch, weiß ich natürlich am besten, was ich für eine schmackhafte Mahlzeit brauche. Außerdem habe ich einen weiteren gutem Grund. Ich hab einige male versucht, verschiedene meiner Freundinnen zum Einkauf loszuschicken, das Ergebnis war immer desaströs. Besser sie wechselt weiter die voll geknackten Kinderwindeln oder kaufen Schuhe, hier ist weibliches Gespür für das Richtige deutlich kompetenter als beim Einkauf von Lebensmitteln. Ich koche zu Hause auch lieber allein, nicht nur sie Zutaten müssen stimmen, es ist auch eine Kompetenzfrage beim Kochen. Frauen nutzen ein Kochbuch, Männer komponieren. Ein Grund warum Frauen nie verstanden haben, warum es Kochkunst heißt. Die Faustregel, gute Zutaten, gut komponiert, gleich gutes Essen, erschließt sich nur dem, der das Kochen liebt. Wer nur kochen, begreift auch nicht, worauf er beim Kaufen achten muss.

Ich sage euch, Gott sei Dank, das es Geschirrspüler und Waschvollautomaten gibt. Denn die Hausfrau von heute verdient zwar, meistens ihr eigenes Geld. Doch die Qualitäten der Mutter oder der Oma erreicht sie nimmer mehr, in Sachen Haushaltsdienstleistung. Der Mann von heute ist bestens beraten, wenn er sagt, selbst ist der Mann. Egal ob als Singel oder als Beziehungsjunkie.

Hat man(n) Glück und ergattert eine hübsche Gefährtin mit 10. Klassenabschluss, dann verdient sie wenigstens eigenes Geld. Die andere Sorte Frau, die mit ihren gymnasialen Abschlüssen und Studiengängen hängen meistens nur in Praktika und Umschulungen fest. Realistisch betrachtet, haben diese Damen Finanztechnisch HartzIV Niveau mit Universitätsabschluss. Diese Frauen sind auch immer am diskutieren, kein Wunder, wenn sie letztendlich eine Currywurst nur aus der Dose und mit der Mikrowelle zubereiten können. Nicht so empfehlenswert. Das ist der Frauen-Typ Paarschipper, “Akademiker mit Niveau“. Der Mann bekommt jede Menge Niveau, isst jedoch besser in der Kantine und putzt auch selber. Doch ich schweife vom Thema ab lieber Leser, der Beliebtheit.

Ich bin also beim Einkaufen, da kommt mir dieser Nachbarsjunge entgegen, der ist siebzehn und voll angesagt. Alle Jungs und Mädels aus dem Viertel, unter vierzehn stehen auf ihn. Er heißt Kevin, hat einen muskelbepackten Körper, kantiges, männlich markantes Gesicht. Und schaut etwa so intelligent aus der Wäsche, wie ein Karnickel. Hier ist der Name Programm? Wie viele intelligente Jungen kennt ihr, die Kevin heißen? Außer vielleicht den Kevin aus "Kevin allein zu Haus", dem Hollywood Buben. Hier spricht doch schon die Wahl des Namens für den schlechten Geschmack der Eltern. Da der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, erwartet man auch nichts Weltbewegendes von ihrem Nachwuchs. Doch wider vernünftigen Erwarten, sobald er redet, hängen die Teenies an seinen Lippen. Für mich klingt dieses Gebrabbel, eher wie “Uhahuhhaha“, also eine Laute Artikulation, wie sie ein haariger Schimpanse vorlegt. Doch irgendeine versteckte Botschaft, die vierzigjährige Teenager verstehen, muss er haben denn, Kevin ist beliebt.

Ich empfinde ihn eher wie Zahnstein, man geht zweimal im Jahr zum Zahnarzt, um ihn zu entfernen zu lassen, doch er kommt immer wieder. Kevin und hat den Habitus von Arnold Schwarzenegger, kennt ihr den noch? Dieser österreichische Gorilla-Verschnitt, der erst in Hollywood ein Star und dann in Kalifornien Gouverneur wurde. Der ist eher der Neandertaler Typ gewesen, aber trotzdem beliebt.
Jedoch waren die Amis clever, so dümmlich sie uns auch im allgemeinen erscheinen mögen, sie haben den Österreich-Import nicht Präsident werden lassen. Wie wir depperten Deutschen, damals anno 1933. Als wir dieses Windei aus Braunau, den der Bismarck zum Kanzler machte bejubelten. Der hängt uns heute noch an, nur wegen der Blödheit unserer Ahnen. Aber auch der war beliebt, damals halt.

Alkohol kann auch beliebt machen oder schön. Bei mir klappt das auch immer, Samstagnacht in einem Club. Da schleppt mich eine blonde Schönheit ab und ich bin im siebenden Himmel, bis ich früh wieder nüchtern werde. Erinnert ihr euch noch an Harald Junke? Möge seine zerotische Leber in Frieden Ruhen. Der war total beliebt, ein charmantes, lustig Erfolgsmodell und ein Weiberheld. Es konnte ihm zwar keine Frau einen blasen, ohne hinterher ein Vollrausch zu sein, aber trotzdem, er war beliebt. Der kleine Mann, der immer Absatzerhöhungen trug. Böse Zungen behaupten zuweilen sogar, wenn Harald als gutes Beispiel voran für den Bürger zur Blutspende ging, dann wurde die Spende nicht konserviert, sondern von Mitarbeitern des Roten Kreuzes versoffen.

Bei beliebten Künstlern und Alkohol fällt mir auch Ami Winehouse ein, auch hier war der Name Programm. Eine Schnapsdrossel vor den Herrn. Und hätte sie nicht auch noch allerlei Drogen konsumiert, sie würde heute noch volltrunken träller. Doch sie musste es übertreiben und singt nun wohl nur noch im Himmel-Chor. Trotz aller Laster und Lüste, Harald Junke und Ami Winehouse waren beliebt. Für Ami Winehouse hatte das frühe Ableben sogar Vorteile, sie wurde zur Musiklegende. Wie auch viele Trällerbarden der 1968er-Generation, die sich das Hirn weg gesoffen und gekifft haben. Da könnte man doch glatt noch diesen Cat Stevens erwähnen. Der muss so zugedröhnt gewesen sein, das er zum Islam konvertierte. Angeblich, weil das so eine so friedliche Religion wäre. Ein paar Kopfabschneider Videos hätten ihm wahrscheinlich gereicht, um sich das Konvertieren noch mal zu überlegen. Aber das Kopfabschneiden kam ja erst später wieder in Mode. Vielleicht fand er auch nur die Vielweiberei Hippi mäßig gut. Aber was weis ich schon, ich vögel sowieso alles was nicht bei Drei auf dem Baum ist, ohne dass ich zu irgendeiner Sekte konvertieren will.

Doch man muss bemerken, es ist tatsächlich so, das frühes Ableben, kann für den Protagonisten von Vorteil sein. Das beweist auch James Dean. Drei eher unbedeutende Filmchen in Hollywood, mit dem Porsche gegen den Laternenmast und heute noch im Gespräch. Obwohl er, bei seinem exzessiven Lebenswandel vom Schwiegermutter Schwarm zum Hollywood “No Name“ mutiert wäre. Zu seiner Zeit nahm man Stars, ein zu auffällig und schlechtes Verhalten übel. Aber die Presse war damals noch diskreter. Er wurde zur Legende. Heute gehört Partys, Drogen und Weiber zum guten Ton.

Wir können auch Angela Merkel, eigentlich das Standardmodell eines Nerds, als Beispiel erwähnen. Physikerin mit echtem Doktortitel. Das kommt in der deutschen Politik bekanntlich nicht so oft vor. Sicher streiten wohl einige Möchtegernexperten und auch die Echten noch, ob sie nicht doch einige Passagen undelariert abgeschrieben hat, doch unter der Fülle echter Plagiatoren unter deutschen Politikern, scheint sie wohl eher ein kleiner Fisch. Und sein wir mal ehrlich, sie wie wir die Angela heute kennen, würde die nicht wegen so einem kleinen alten Fehler zurücktreten. Hochintelligent ist sie ja wirklich, in der deutschen Politik fast ein Novum. Sie ist der ruhige Typ und nicht wirklich gut aussehend, eher kein Erfolgsmodell für die Medien. Doch die Frau Bundeskanzlerin war fast so beliebt wie der SED Vorsitzende Honecker, von dem sie nicht nur Parteiinterne Wahlergebnisse kopierte, sondern auch seinen Führungsstil. So das vermutlich sogar der Honecker auf Wolke sieben sich gedacht hat, ´Dann hätte ich ja auch Demokratie spielen können.´ Wenigstens bis Mitte 2015 war Angie noch sehr beliebt. Da begann ihr Stern zu sinken, unter dem Halbmond. Heute buckelt sie vor Sultan Erdogan und trifft jeden Diktator, der ihr wieder ein paar von ihren zugelaufenen "Flüchtlingen" abnimmt. Nun, das Gutmenschentum, mit dem sie sich eingelassen hat, war ihrem Image als Mutter der Nation nicht zuträglich, der Nation übrigens auch nicht. Aber ich wette, ihre PR-Berater waren zu Anfang ihrer Kanzlerschaft mindestens ein Jahr damit beschäftigt, aus der Kartoffelsack tragenden FDJ-Funktionärin mit seltsamen Haarschnitt, eine staatstragend, wirkende Dame zu machen. Sie war laut Umfragen die deutsche Heldin und super beliebt. Eigentlich konnte niemand so genau sagen warum, argumentiert wurde bestenfalls mit Erfolgen für Deutschland. Eine nebulöse Aussage, aber sie ist eben Bundeskanzlerin. “Macht macht sexy“ ist eine alte Weisheit, vielleicht war sie deshalb beliebt. Vielleicht ist auch ein gewisser Gewöhnungseffekt für ihre Beliebtheit verantwortlich, denn es ist ja bis heute kein Politiker da, der sie ablösen könnte.

Die meisten der Herren der politischen Elite wirken von arrogant, über trottelig bis völlig inkompetent. Wenn ich diesen fetten Elf, den Steger, den Maas, den aalglatten Steinmeier oder seit neuestem den versoffenen Buchhändler aus Brüssel von der SPD sehe, dann weiß ich, warum die wenig volkstümlich wirkende Angela Merkel beliebt war. Aber die Herren sind nicht in der CDU, dort ist neben Merkel nur noch die Bierzelt-Fraktion mit geringen Unterhaltungswert übrig. Deshalb gewöhnte sich der Deutsche auch an Angela. Wir gewöhnen uns schließlich auch an Hämorriden. Wir salben sie und wenn uns jemand frag, wie es uns mit den Hämorriden so geht, dann denken wir uns, es brennt zwar gelegentlich sagen aber „ Alles halb so wild, es wird besser.“

Ihr seht also, es ist so eine Sache mit der Beliebtheit. Möchtet ihr einmal beliebt werden, heute im 21. Jahrhundert. So merkt euch:
Gut ist es, wenn ihr laut seit und irgendetwas darstellt, was andere imponiert. Obwohl ihr auch langweilig aussehen könnt. Ein übles Laster schadet auch nicht fürs Image, es macht euch nur menschlicher. Es sei den, ihr seid in der Politik, da reicht es, laut, intrigant und populistisch zu sein, alles andere nehmen euch die Leute übel. Etwas Intelligenz schadet auch nicht, denn dann kann man sich nach oben putschen, wie die Angela in der CDU.

Ich wünsche euch viel Erfolg, beim nächsten Beliebtheitswettbewerb.

George W. Lästerbacke